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Altes Rathaus Untereisenheim

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Zitate

Denkmäler sind von Menschen geschaffene Sachen oder Teile davon aus vergangener Zeit, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt.
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Hadergasse 2

Synagoge

Die jüdische Gemeinde in Untereisenheim existierte bis zum Juli 1938. Die Ursprünge der Gemeinde reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1868 war die Gemeinde soweit angewachsen, dass eine Synagoge errichtet wurde. Es handelte sich um einen eingeschossigen Natursteinbau mit einem Steilgiebel und einer schlichten Fassadengliederung mit Rundbogenfenstern (Nr. 40).

Lageplan

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts musste der Betrieb der Synagoge wegen der ständig abnehmenden Anzahl der Gemeindemitglieder eingestellt werden. 1933 lebten schließlich noch 6 jüdische Mitbürger in Untereisenheim. Aufgrund der mit den Nürnberger Rassegesetzen folgenden gesellschaftlichen Ausgrenzung emigrierten einige wenige ins Ausland, die übrigen wurden verschleppt und ermordet. Im Juli 1938 erfolgt die Auflösung der Gemeinde durch den Verband der Israelitischen Gemeinden in Bayern. Die Synagoge wurde verkauft und und dann als Getreidespeicher genutzt. Im Jahre 1972 wird das Bauwerk abgerissen und an ihrer Stelle eine Garage erbaut. Angeblich befindet sich unter dem Garagenboden noch eine Mikwe.
Im eingeschossige Wohnhaus nördlich der Garage (alte Post) wohnte ursprünglich der jüdische Lehrer.

Eine Gedenk- oder Hinweistafel ist nicht angebracht.

Links:

Alemannia-Judaica

Literatur:

Sporck-Pfitzer, J.: Die ehemaligen juedischen Gemeinden im Landkreis Wuerzburg. 1988

Wiesemann, Falk (Hrsg.): Genisah – verborgenes Erbe der deutschen Landjuden, Ausstellungskatalog, Wien 1992

Schwiertz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. (Hrsg. Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit). München 1992

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