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Altes Rathaus Untereisenheim

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Zitate

Egon Johannes Greipl:
Wie soll der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde den Überblick und die Erfahrung und die Kenntnis haben, wie man am besten mit einem Baudenkmal umgeht? Dafür hat sich ja der Staat eine Fachbehörde zugelegt vor beinahe 100 Jahren. (Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege)

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Presse: Ein Denkmal mit großem Zukunftspotential

Veröffentlicht am Montag 09 Oktober 2006 20:14:56 von admin
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Das Alte Rathaus in Untereisenheim
offenbart seine Geheimnisse.

Die Experten sind sich einig: die Marktgemeinde Eisenheim besitzt mit dem alten Rathaus im Ortsteil Untereisenheim ein Kleinod, dass seinesgleichen in der Umgebung sucht. Das ergab eine vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eingeleitete und finanzierte denkmalpflegerische Voruntersuchung, die jüngst der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

 

V.l. Günter Führich, Knut Noack, Werner Stretz, Andreas Hoßmann, Frieder Müller-Maatsch, Dr. Martin Brandl

Auf Einladung des Eisenheimer Bürgermeisters Andreas Hoßmann fand am 28. September 2006 ein Ortstermin im Alten Rathaus von Untereisenheim statt. Der Gebietsreferent für Bau- und Kunstdenkmalpflege, Dr. Martin Brandel vom Bayerischen Landesdenkmalamt zeigte sich sehr beeindruckt von dem guten Zustand des historischen Bauwerkes, dass aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammt. Die Tatsache, dass das Gebäude nicht immer als Rathaus genutzt wurde, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zweckbau des Hochstifts Würzburg war, schmälert die Bedeutung des einzigartigen Denkmals in keiner Weise. Nur dadurch ist zu erklären, dass wir heute noch ein Gebäude im fast originalen Zustand des 16. Jahrhunderts vorfinden.
Laut Knut Noack, dem Vorsitzenden des Förderverein „Initiative Altes Rathaus Untereisenheim e.V.“ scheint es ursprünglich eine Art dörfliches Finanzamt gewesen zu sein und ist erst später von der Gemeinde als Rathaus genutzt worden. Die eingehende Bau- und Befunduntersuchung durch das Architekturbüro Werner Stretz ergab, dass es anstelle des heutigen Denkmals mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Vorgängerbau gegeben hat Dies belegt ein wesentlich früher entstandener Gewölbekeller, der sich unter einer der beiden Rathaushälften befindet. Vermutlich ist dieser Vorgängerbau in den Wirren des Bauernkrieges zerstört worden. Ein bisher ungeklärtes Geheimnis verbergen die einzigartigen und kunstfertigen Steinfenster mit der Jahreszahl 1525 und dem Wappen des Fürstbischofs Conrad von Thüngen. Sicher ist, dass sie zweitverwendet sind, ob sie allerdings von dem Vorgängerbau stammen ist noch nicht geklärt.
Alle Experten sind sich darüber einig, dass es sich um ein einzigartige Denkmal handelt, welches eine große Chance für die Marktgemeinde Eisenheim birgt. Um dieses Potential nutzbar zu machen ist allerdings ein realistisches und ökonomisch machbares Nutzungskonzept nötig. Auf Vorschlag Dr. Brandls soll das durch einen Runden Tisch von allen Eisenheimer Vereinen, Verbänden und interessierten Bürgern erfolgen, der die unterschiedliche Nutzungsvarianten beraten soll. Der Architekt der gerade begonnenen Dorferneuerung Frieder Müller-Maatsch verwies auf eine Reihe ähnlicher, bereits erfolgreich realisierte Denkmalprojekte in der näheren Umgebung und schlug vor sich diese gemeinsam anzusehen.
Um all das zu realisieren darf sich die Marktgemeinde Eisenheim allerdings nicht zu viel Zeit lassen, betonte Günter Führich von der unteren Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes und gab zu Bedenken, dass die derzeit möglichen und hohen Fördermöglichkeiten nicht dauerhaft zur Verfügung stehen werden. Daher muss, so Dr. Martin Brandl, ein deutliches Signal von der Marktgemeinde ausgehen. Bürgermeister Andreas Hoßmann versicherte, dass er sich hierfür mit allen Kräften einsetzen wird.